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Wie aromatische Düfte unsere Angst vertreiben

Im Interview mit der erfahrenen Aromapraktikerin Maria L. Schasteen (www.secretsofnature.org)

1. Hatten Sie schon einmal Angst?

durtmedizinNatürlich kennen wir alle das Gefühl von Angst. Wir ängstigen uns, nicht genug zum Überleben zu haben, obwohl die Supermarkt-Regale übervoll sind. Wir haben Angst vor schwindelnden Höhen, vor engen Räumen, oder davor, ein Ziel nicht zu erreichen und Misserfolg zu erleiden. Wir haben Angst nicht geliebt zu werden, vor möglichen Gefahren, oder vor dem Unbekannten.

Wir haben Angst. Doch wo kommt diese Angst her: Angst vor Gewalt, wenn keine Gefahr in Sicht ist? Angst vor Hunger, wenn der Tisch reich bestellt ist? Warum hat ein Kind Angst vor der Dunkelheit? Warum fürchten wir uns vor Einsamkeit, wenn unsere Lieben um uns sind?

Könnte der Grund für unsere scheinbar unbegründete Angst in uns selber – in unseren Zellen – liegen? Haben unsere 100 Billionen Zellen Erinnerungen von längst vergangenen Tagen gespeichert, die heute jederzeit abrufbar sind? Warum sehen wir beim Wort „Krieg“ die Schrecken der Verwüstung, wenn die meisten von uns Krieg in diesem Leben noch nie miterlebt haben?

Bruce Lipton, Ph.D., schreibt in seinem Buch Intelligente Zellen wie Erfahrungen unsere Gene steuern. Angst ist eine negative Schwingung, die nur durch ihre Gegenschwingung neutralisiert werden kann. Der Gegenpol zu Angst ist die Liebe. Und was hat nun Liebe mit Düften zu tun? Alles! Die Hausapotheke der Natur enthält alles was wir für unser Überleben brauchen. Düfte sind wie ein leises Versprechen der Natur, uns dabei zu helfen, Ängste loszulassen, um mutig und zuversichtlich zu sein.

Um Ihre Frage zu beantworten, ja, auch ich bin manchmal ängstlich. Dann nehme ich schnell ein kostbares Duftöl und rieche daran. Der Duft öffnet das Herz, lässt Liebe herein, und macht glücklich.

2. Welchen Duft gegen Angst nehmen Sie mit Ihrem heutigen Wissen über die Wirkung von ätherischen Ölen gerne zur Hand?

duftmedizinDas Universalöl ist wohl Lavendel. Der süße Duft von Lavendel legt sich wie eine beruhigende Hand auf die heiße Stirn, wenn wir voll Unruhe und Angst sind und unsere Gedanken nicht zur Ruhe kommen wollen. Das Lavendelöl, das in keiner Hausapotheke fehlen sollte, hat viele Anwendungsmöglichkeiten. Es wird bei Wunden aller Art verwendet, die physischer, emotionaler und geistiger Natur sein können. Angst ist im Grunde auch eine Wunde – eine Wunde der Seele – die in unserem Zellbewusstsein verborgen, aber immer präsent und spürbar ist.

Auch Zitrusöle erhellen das Gemüt mit ihren strahlenden Eigenschaften. Sieht die Zitrone nicht wie eine kleine Sonne aus? Zitrusöle wollen das Strahlen und die Freude in unser Leben zurückbringen. Kinder lieben das Mandarinenöl. Es ist mild und übt einen ganz besonderen Schutz und eine Wärme auf das Herz aus. Es wirkt tröstend und duftet köstlich. Das sind nur einige von vielen ätherischen Ölen, deren Aufgabe es ist, uns von der Angst in die innere Balance zurückzubringen.

3. Was ist generell das Besondere an ätherischen Ölen? Warum bilden Pflanzen diese Stoffe?

Die Natur sorgt auf einzigartige Weise für sich selbst. Jede Pflanze ist ein Mikrokosmos, mit der Aufgabe zu wachsen, in Balance zu bleiben, und sich selbst zu schützen, um dem Makrokosmos mit ihren heilbringenden Eigenschaften, die der Schöpfer in sie gelegt hat, zu dienen. Ohne Natur könnten wir nicht leben.

duftmedizinÄtherische Öle sind für die Pflanze wie das Blut für den Menschen. Sie sind lebensnotwendig.  Sie versorgen die Pflanze mit Nährstoffen und wirken hormonähnlich. Sie übernehmen den Hausputz, und wehren mit ihrem Duft schädliche Insekten ab. Wenn eine Pflanze verletzt wird, eilt das ätherische Öl in ihren Adern zu Hilfe, um die Wunde zu reinigen und den Heilungsprozess einzuleiten.

Und weil ätherische Öle unserem Blut so ähnlich sind, können sie dasselbe auch für uns Menschen bewirken. Auf die Haut aufgetragen, gehen sie direkt und augenblicklich zur Stelle in unserem Körper, die Hilfe braucht. Sie desinfizieren eine Wunde, schaffen Nährstoffe heran, um Heilung zu unterstützen und zu beschleunigen. Sie versorgen uns mit Phytohormonen und transportieren Schadstoffe ab.

Zum Beispiel geht Zitronenöl in den Körper, sucht die schädlichen freien Radikale und wandelt sie um in – Vitamin A. Wie genial ist das! Das Besondere an den ätherischen Ölen sind also ihre vielfältigen Fähigkeiten den Lebensprozess zu unterstützen.

4. Auf welche Weise gelingt es Düften im Allgemeinen das Gefühl der Angst zu beeinflussen?

duftmedizin in den medienDer Duft des ätherischen Öls gelangt durch das Einatmen direkt in das Zentrum der Gefühle im Gehirn, der Amygdala. Dort beginnt das Öl „aufzuräumen“. Da ätherische Öle – wie alles – Schwingungen sind, wirkt das Öl mit seinen hohen Schwingungen, die im Megahertz Bereich liegen und unhörbar sind, auf unsere Angstgefühle, Sorgen und ungeweinten Tränen ein. Wie eine singende Stimmgabel alle anderen im Gleichklang zum Schwingen bringt, so gleicht das ätherische Öl mit seinen einzigartigen Duftmolekülen Angst und Trauer aus und hebt die Emotionen an, um schließlich einen Ausgleich, die Balance, zu erzielen.

Während das ätherische Öl – auch ganz ohne unser Zutun – wirkt, merken wir nur, dass von Zeit zu Zeit tiefe Seufzer aus unserem Inneren hochkommen und sich entladen. Mit jedem Seufzer wird das Herz leichter und leichter und die Angst schwindet dahin.

Ätherische Öle sind ein Geschenk des Himmels, besonders für unsere Zeit, und um die Botschaft der Hoffnung in die Welt hinauszutragen, habe ich das Buch Duftmedizin geschrieben. In vielen spannenden, und teilweise sehr berührenden Geschichten möchte ich aufzeigen, wie ätherische Öle ihre wertvollen Wirkstoffe in die Welt verströmen, auch wenn wir achtlos daran vorübergehen.

5. Kommen bei der Behandlung verschiedener Ängste auch unterschiedliche Düfte zum Einsatz? Welche? Warum?

duftmedizin angstÄtherischen Ölen ist es einerlei, ob sie die Schwingung von Versagensangst, Angst vor Ansteckungen, Prüfungsangst oder Lampenfieber ausbalancieren. Sie sind höchst intelligent und unterstützen den Lebensrhythmus genau so, wie es zum höchsten Wohl ist. Während synthetische Stoffe (Medikamente) sich wahllos auf den Organismus stürzen und nur das ausführen können, wofür sie geschaffen wurden – z.B. alle Bakterien, auch die guten Darmbakterien, zu töten – unterscheiden ätherische Öle genau. Sie greifen nur die schädlichen Bakterien an und eliminieren sie, während sie die hilfreichen Darmbakterien bei ihrer Arbeit unterstützen.

Die erste Regel bei der Auswahl von Ölen ist also: Wenn Sie ein Problem haben, arbeiten Sie mit dem Öl, das Sie zu Hause haben. Warten Sie nicht mit der Verwendung eines Öls, bis Sie das „richtige“ Öl haben. Jedes Öl ist intelligent und arbeitet zu Ihrem Wohl. (Anmerkung: Das gilt ausschließlich für hochwirksame ätherische Öle, die nach therapeutischem Standard hergestellt wurden. In meinem Buch Duftmedizin weise ich auf die Gefahren von handelsüblichen ätherischen Ölen hin.)

Nachdem aber unterschiedliche Pflanzen mit besonderen chemischen Wirkstoffen ausgestattet sind, ist es für einen Therapeuten hilfreich, das geeignete Öl mit seinen spezifischen Wirkstoffen – z.B. gegen Angst – auszuwählen. Um ein ängstliches Gemüt zu beruhigen, sind Öle angesagt, die eine beruhigende Wirkung auslösen, Mut geben, Stärke anregen, Zuversicht stärken, und Schutz aufbauen. Lavendel, Bergamotte, Muskatellersalbei, Kamille, Zypresse, Geranie, Wacholder, Majoran sind u.a. ätherische Öle, die unsere Emotionen dabei wirkungsvoll unterstützen.

6. Welche Erfahrungen haben Sie mit Ängsten und deren Behandlung bisher in Ihrer Praxis gemacht?

duftmedizin tiereAnna hatte einen Kater namens Max. Ein stattliches Tier von 5 kg mit einer feurigen Mähne. Er war zutraulich und sehr aktiv. Doch er hatte ein Problem. Er verkroch sich jedes Mal unter dem Bett wenn es donnerte. Er hatte panische Angst! Anna rieb dem Kater die Pfoten mit einer Ölmischung aus Mandarine, Kamille, Patschuli, Ylang Ylang und Orange ein, das ich ihr gegen Ängste empfohlen hatte. „Der Kater beruhigte sich sehr schnell. Es dauerte nicht lange bis er es sich neben mir am Sofa gemütlich machte“, erzählte sie mir später begeistert.

Dieselbe Ölmischung hat auch schon so manchem Schreibaby das Leben erleichtert. Warum schreien manche Babies die ganze Nacht durch? Haben Sie Angst vor dem Alleinsein? Barbara hatte so ein Schreibaby, rieb dem Kind vor dem Schlafengehen die Fußsohlen mit dem Öl ein und schon nach vier Tagen schlief das Kind die ganze Nacht durch. Als die Mutter am fünften Tag auf das Öl vergass, forderte das Baby sein Öl ein. Wie es das machte, das erzähle ich ausführlich im Buch.

Markus war ein Erstklässler. Eines Tages verkündete er: „Ich geh nicht mehr zur Schule.“ Er hatte Angst. Seine Mitschüler hänselten ihn, weil er etwas mollig war. Jeder von uns weiß wie das ist, wenn man ausgestoßen und dem Stärkeren ausgeliefert ist. Markus konnte dem sozialen Druck nicht mehr standhalten. „Hier ist die Ölmischung Mut. Damit reiben Sie ihm jeden Morgen und Abend die Fußsohlen ein. Wir werden sehen was passiert“, war mein Rat an die Mutter. Als sie nach zwei Wochen wiederkamen, war der Junge kaum zu erkennen. Er lachte und war voll Übermut. Die Mutter berichtete: „Stellen Sie sich vor, die Mitschüler sind jetzt Markus’ beste Freunde. Und das kam so. Markus reagierte einfach nicht mehr auf die Beleidigungen. Das hat ihnen offensichtlich imponiert. Außerdem macht Markus jetzt selbst Sport, um sich fit zu machen. Danke für den guten Rat. Das Öl ist Spitze.“ Die Ölmischung für Mut und Stärke ist eine Mischung aus Fichte, Blauer Rainfarn, Rosenholz und Weihrauch in einer Mandelölbasis.

wellnessRosemarie stand vor einer Prüfung und ihre Prüfungsangst schien unüberwindbar. Was sollte sie tun? Zitrone und Pfefferminze sind zwei Öle, die das Gedächtnis beim Lernen so sehr stärken, dass man das Gelernte besser behält und bei der Prüfung leichter abrufen kann, besonders wenn man den Duft dabei hat. Zusätzlich hilft das beruhigende Lavendelöl, auf die Fußsohlen aufgetragen, ruhig und gelassen zu sein. Prüfungsangst ist überwindbar, wie das Beispiel zeigt.

Das sind ein paar einfache Beispiele, wie ätherische Öle uns helfen können, unsere Ängste besser zu überwinden.

7. Wie können ätherische Öle ganz praktisch angewendet werden? Gibt es eine konkrete Empfehlung?

Um Entspannung auf allen Ebenen zu fördern, Spannungen zu lösen, die Stimmung zu heben und ein Angstgefühl in tiefe Gefühle der Gelassenheit zu transformieren, nimmt man sein Lieblingsöl, oder eines der angeführten Öle, und wendet sie folgendermaßen an:

Für einen gesunden Schlaf verreibt man vor dem Schlafengehen 1 bis 2 Tropfen auf die Fußsohlen und Schultern. Ängste sollten uns nicht in unsere Träume verfolgen.

Man gibt einige Tropfen Öl in eine Sprühflasche und benetzt damit Bettlaken, Bettdecke und Kopfkissen. Dies unterstützt die Transformation von Ängsten und fördert einen friedlichen Schlaf.

duftUm Angstzustände zu transformieren oder aufgedrehte Kinder und Haustiere zu beruhigen, versprüht man ein beruhigendes Öl im Raum. Dazu füllt man eine Sprühflasche mit Wasser und fügt etwa 10 Tropfen eines ätherischen Öls hinzu. Vor Gebrauch gut schütteln.

Ein Vernebler im Raum macht es einfach und mühelos, ein angstlösendes ätherisches Öl tagsüber oder nachts einzuatmen.

Zur Beruhigung reibt man zwischendurch 1 bis 2 Tropfen eines Öls auf die Fußsohlen.

Oder man nimmt ein warmes Bad, dem ein paar Tropfen eines beruhigenden Öls beigefügt wurde. Ein Tipp: Man fügt das ätherische Öl einer Flüssigseife hinzu, emulgiert das Öl in ein wenig Sahne, oder man gibt ein paar Tropfen auf Salz für ein entspannendes Bad.

Für eine beruhigende Massage verwendet man ein ätherisches Öl, welches man mit Pflanzenöl verdünnt, um Angstzustände zu transformieren.

Man verreibt das ätherische Öl auf die Schläfen und auf die Magengegend, um den Geist zu beruhigen und Stress, Aufregung oder Angst zu überwinden.

Man kann das duftende Öl auch als Parfum hinter die Ohren oder auf die Handgelenke auftragen, damit sich die beruhigende Wirkung auch tagsüber optimal entfalten kann.

8. Ihr persönliches Schlusswort?

Wir tragen unsere Ängste oft unbewusst mit uns herum. Sie sind im Zellbewusstsein unserer 100 Billionen Zellen gespeichert. Diese Erinnerungsmuster halten uns zurück. Sie verhindern, dass wir uns entfalten und in die Freiheit kommen. Alles auf dieser Welt scheint zusammenzuarbeiten, um uns zu verängstigen. Zeitungen und Fernsehen bringen Schreckensnachrichten. Warum will man unsere Ängste schüren? Damit wir klein und hilflos bleiben? So kann es doch nicht sein! Nehmen wir unser Leben selbst in die Hand. Ätherische Öle mit ihren köstlichen Düften sind wie ein Wegweiser, der zur Freiheit führt: Freiheit von Schmerzen, Freiheit von Stress, Freiheit von Ängsten. Ist das nicht eine wunderbare Zukunftsperspektive, endlich frei von Ängsten zu sein?

DuftmedizinQuelle: Maria L. Schasteen ist Inhaber der Firma Secrets of Nature (www.secretsofnature.org) und Autorin des Buches Duftmedizin – Ätherische Öle und ihre therapeutische Anwendung. Dieses Buch entwickelt die uralte Aromatherapie weiter zu einem neuen Ansatz des energetischen Heilens. Pflanzendüfte wirken nicht nur angenehm oder beruhigend, sie verbessern nicht nur die Raumatmosphäre, sondern sie können, wissend eingesetzt, eine nachhaltig heilsame Wirkung ausüben. Maria Schasteen, aufbauend auf einer jahrzehntelangen Erfahrung als Aromatherapeutin, weist den Weg in einen neuen Heilungskosmos, der bisher ungekannte Möglichkeiten für eine alternative Energiemedizin aufzeigt. Die Duft-Medizin öffnet ein Tor in seelische Innenwelten, in denen auf eine wunderbare, bisher noch nicht erschlossene Weise Heilung erfolgen kann! www.duftmedizin.org